Internationale Begegnung und Austauschprogramme

Eine besondere Bedeutung misst das Städtische Gymnasium Ochtrup seinen internationalen Begegnungen bei, tragen sie doch in besonderem Maße dazu bei, Vorurteile abzubauen und einem engstirnigen Nationalismus Völkerverständigung und Toleranz entgegenzusetzen.

Seit mehr als 17 Jahren unterhält das Städtische Gymnasium Ochtrup einen Schüleraustausch mit Schulen in Merville und Estaires (Frankreich). Jeweils im Herbst fahren die Schüler der Jahrgangsstufe 9 für eine Woche nach Frankreich. Der Gegenbesuch der französischen Schüler findet jeweils im Frühjahr des darauffolgenden Jahres statt.

Austausch 2015

20 Jahre Schüleraustausch Frankreich: 8 Tage „Cht’is“ in Ochtrup

Am Samstagnachmittag war es endlich soweit: „endlich sehen wir unsere Austauschpartner wieder!“ Viele Schüler unseres Gymnasiums haben sich schon seit Wochen auf ein Wiedersehen mit ihren Freunden aus Frankreich gefreut und die ganze Woche mit viel Engagement durchgeplant. Demnach wurden unsere Gäste mit Aufregung erwartet und am Samstag, dem 14. März herzlich empfangen.

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende in den Familien, stand den Franzosen eine anstrengende Woche mit vielen schulischen und privaten Programmpunkten bevor, wie z.B. die Schulbesichtigung, eine Stadtführung durch Ochtrup nebst geschichtlichen Informationen, der Empfang beim Bürgermeister, das deutsch-französische Sportturnier, Hospitation im Unterricht, Besuch eines Ochtruper Kindergartens und natürlich diverse privaten Aktivitäten wie u.a. Schwimmen, Reiten, Pizza-/Eisessen, Fahrradtour, Party etc.
Eine Exkursion nach Münster stand natürlich wie jedes Jahr auch diesmal für die Franzosen auf dem Programm. Das Highlight war aber sicherlich der Tagesausflug nach Bremen mit den deutschen und französischen Schülern. Bei strahlendem Sonnenschein hatten die Jugendlichen nach einer Stadtführung ausreichend Zeit, die Stadt und natürlich ihre Geschäfte individuell zu entdecken.

Am Freitag endete diese ereignisreiche Woche mit einem festlichen Abschiedsabend, zu dem aufgrund des 20jährigen Jubiläums des Austausches auch zahlreiche ehemalige Lehrer aus Deutschland und Frankreich gekommen waren, um u.a. das leckere Buffet der Eltern und die Musik der Bigband zu genießen, aber natürlich auch um alte Freunde wiederzusehen. Freundschaften, die sich auch unter den Lehrern über Jahre hinweg durch den Austausch entwickelt haben. Für die Schüler gab’s zudem noch eine Disco mit DJ und allem Drum und Dran.

Am Samstagmorgen hieß es dann Abschiednehmen und wie in Frankreich flossen auch hier viele Tränen. Zwei Schüler, die im letzten Jahr am Austausch teilgenommen haben, formulierten hierzu in ihrer damaligen Abschiedsrede treffend: „Aber warum Tränen? Wer könnte dies besser beantworten als die Schülerinnen und Schüler selbst: „Austauschschüler? Das hört sich viel zu formell an. Sie waren am Anfang Fremde, die für eine Woche nach Deutschland gekommen sind. Nun sind sie sogar mehr als nur Freunde. Sie gehören eher zur Familie.“ (Zitat Benit Haxhosaj, Evita Helling, März 2014).

Auch für unsere Oberstufenschüler gibt es die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Seit 1985 besteht im Rahmen des „German-American-Partnership-Program“ eine Verbindung zur North Country Union High School in Newport/Vermont/USA. Alle zwei Jahre hat das Städtische Gymnasium Ochtrup im Frühjahr amerikanische Schüler zu Gast, während eine Ochtruper Schülergruppe jeweils im Herbst für etwa drei Wochen in die USA reist.

Austausch 2015

„Überm großen Teich – wird man beim Abwasch reich“

Na, das hat nicht ganz so funktioniert, aber der Reichtum an Eindrücken und Erlebnissen hat die USA-Fahrt für alle Schülerinnen und Schüler und natürlich die Lehrkräfte zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht.

Die Stadt Boston war eines der großen Ziele, die durch eine Stadtrundfahrt und den Besuch der Plimoth Plantation, einer Museumsanlage zum Thema Einwanderung und Native Americans tief in die Geschichte des Landes blicken ließ. Hier kam auch das “Stadtleben” nicht zu kurz, wo natürlich intensiver Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung gepflegt wurde. Und wo geht das auch besser als beim Essen, Shoppen und Chillen. Schulbesuche in Newport, das Kennenlernen des „American Way of Life“ in den Familien und Tagesausflüge in Vermont waren weitere Highlights dieser besonderen Fahrt, die unter anderem in eine Ahornsirup-Farm, ein Aquarium und, wer kennt es nicht: Eisschlecken bei Ben & Jerry´s in einer Eisfabrik, führte. Eine Fahrt nach Burlington, der mit 42500 Einwohnern größten Stadt des US-Bundesstaates Vermont mit dem Besuch eines Football-Spiels der Highschool, das die Atmosphäre großer Spiele erahnen ließ. Weitere 150 km nach Montreal, wo ein inspirierender Rundgang durch die Altstadt und die Besichtigung des Biodome im ehemaligen olympischen Dorf, heute gefüllt mit 250 Tier- und 500 Pflanzenarten, die in den verschiedenen dort simulierten Klimazonen beheimatet sind, das Programm abrundeten.

Ein ausgelassener Abschiedsabend zeugt von der guten Stimmung in der Gruppe und der Freude am Austausch mit anderen Nationen und Lebensweisen. Wir freuen uns schon auf den Gegenbesuch im April nächsten Jahres.

Seit dem Schuljahr 2006/2007 besteht ein Schüleraustausch mit dem Liceum Ogolnokstzalcace in Wièlun (Polen). In Zusammenarbeit mit der VHS wurde eine Polnisch-AG für Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 eingerichtet.

Austausch 2015

Zu Gast in Polen

29 Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Ochtrup waren Gäste bei ihren polnischen Partnern in Wielun. Nach einem herzlichen Empfang der Jugendlichen durch Schulleiter Zbigniew Wisniewski und seiner Stellvertreterin Elzbieta Kostrzewa schlossen sich eine Schulführung, die Besichtigung des Heimatmuseums in Wielun, ein historischer Stadtrundgang und Besuche weiterer Sehenswürdigkeiten an. Auch der stellvertretende Landrat des Kreises Wielun Marek Kieler sowie der Sekretär des Landratsamtes Andrzes Howis begrüßten die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleiter Klaus-Werner Heptner, Andrea Torunsky und Monika Fahlbusch. Dank galt der Deutschlehrerin Barbara Pozuczek, die vom ersten Austausch im Jahre 2005 bis heute einen großen Anteil am Gelingen des Austauschs hat. Die Fahrt nach Breslau war ein weiterer Höhepunkt der Fahrt, die, da auch in diesem Jahr wieder einige Mitglieder der Bigband dabei waren, immer wieder durch gemeinsames Musizieren den Kontakt unter allen Beteiligten erleichterten, frei nach dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“.

Darüber hinaus erfahren einzelne Schüler aktive Unterstützung, wenn sie sich entschließen, als Gast an eine ausländische Schule zu gehen. Die Angebote des “Voltaire” Programms des Deutsch-Französischen Jugendwerkes oder von Organisationen wie dem AIFS (American Institute For Foreign Study) oder dem YFU (Youth For Understanding) werden regelmäßig wahrgenommen. Umgekehrt genießen jedes Jahr Schüler aus dem Ausland, insbesondere aus Übersee, die Gastfreundschaft unserer Schule für drei bis zwölf Monate.

Impressionen der letzten Jahre