Sechs Wochen Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Ochtrup und der Deutschen Schule Temuco – Offenheit, Interesse und Integration

Internationale Begegnungen sind ein fester Bestandteil des Schullebens am Gymnasium Ochtrup. Ein besonderes Highlight ist dabei der jährliche Schüleraustausch mit der Deutschen Schule Temuco in Chile, der unseren Schülerinnen und Schülern einzigartige interkulturelle Erfahrungen ermöglicht.

In diesem Schuljahr durften wir von Mitte Dezember bis Anfang Februar eine Gruppe chilenischer Austauschschülerinnen und -Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren bei uns willkommen heißen. Während ihres sechswöchigen Aufenthalts lebten sie in Gastfamilien in und um Ochtrup, nahmen am Unterricht teil und lernten nicht nur unsere Schule, sondern auch den deutschen Alltag intensiv kennen – inklusive Weihnachten und Silvester.

Von Anfang an wurde deutlich, wie gut sich die Gäste bei uns aufgenommen fühlten. Besonders positiv hoben sie die Offenheit unserer Schulgemeinschaft hervor. So berichtete die Austauschschülerin Augustina Arriagada begeistert von ihren Erfahrungen im Unterricht am SGO: „In einigen Kursen wurden wir nach unserer Kultur gefragt. Die Mitschülerinnen und Mitschüler waren sehr interessiert daran, mehr über unsere Herkunft zu erfahren, wodurch wir uns sofort willkommen gefühlt haben.“ Auch unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Gastfamilien waren sehr engagiert: „Sowohl unsere Mitschülerinnen und Mitschüler als auch unsere Austauschpartner waren sehr bemüht, uns in ihren Alltag zu integrieren“, betonte Amalia Garrido.

Der Schulalltag am Gymnasium Ochtrup hinterließ ebenfalls einen bleibenden Eindruck. Die chilenische Austauschschülerin Florencia Gil lobte besonders die Flexibilität der Stundenpläne, die Fächerwahl und die offene Unterrichtsgestaltung: „Es ist eine sehr gute Schule mit viel Flexibilität bei den Stundenplänen und der Fächerwahl. Einfach top.“

Der Austausch machte auch kulturelle Unterschiede sichtbar und regte zum Nachdenken an – ein wichtiger Teil interkulturellen Lernens. So fiel den Schülerinnen und Schülern unter anderem auf, dass in Deutschland großer Wert auf Recycling gelegt wird oder dass schulische Abläufe anders organisiert sind als in Chile. Vor allem aber betonte Matías Sepulveda den persönlichen Mehrwert des Austauschs: „Ein Austausch hilft einem dabei, sich auf eine Weise weiterzuentwickeln, die man so im normalen Schulunterricht nicht erleben könnte.“ Und weiter: „Es hilft einem, aus dem gewohnten Alltag auszubrechen, an schwierigen Momenten zu wachsen und aus jeder Situation etwas zu lernen.“

Der Blick nach Chile

Der Austausch ist keine Einbahnstraße: Schon bald werden auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Ochtrup nach Chile reisen, dort in chilenischen Gastfamilien leben und die Deutsche Schule Temuco besuchen. Diese Schule zeichnet sich durch bilingualen Unterricht aus; Deutsch wird dort bereits seit dem Kindergarten gelernt. In der Regel reisen mehrere deutsche Austauschschüler gemeinsam nach Chile, sodass vor Ort eine intensive Betreuung sowie ein abwechslungsreiches Programm gewährleistet sind.

Der Schüleraustausch mit Temuco ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie internationale Schulpartnerschaften junge Menschen prägen, Horizonte erweitern und Freundschaften über Kontinente hinweg entstehen lassen. Oder, wie es die chilenische Austauschschülerin Caterina Cicarelli zusammenfasste: „Wir würden es auf jeden Fall weiterempfehlen.“

Das Gymnasium Ochtrup ist stolz auf dieses Austauschprogramm und freut sich darauf, auch in Zukunft Schülerinnen und Schülern diese wertvolle Erfahrung zu ermöglichen.

Ein Beitrag von Lorena Lulka Suarez,

Bilder: Lorena Lulka Suarez und Johannes Rotterdamm