Schulwettbewerb Jugend debattiert 

In der heutigen Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, dass Menschen einen Standpunkt begründet vertreten können. Das ist auch das Ziel des Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert“, bei dem Schüler:innen hinsichtlich sprachlicher Fähigkeit und Redegewandtheit, Überzeugungskraft und Sachkenntnis gefördert werden. Schüler:innen lernen so, Positionen zu beziehen – selbst wenn sie nicht der eigenen Meinung entsprechen –, sie begründet zu vertreten und andere Standpunkte zu widerlegen.

„Spontanität, Sprachgefühl und Freude am Debattieren sind am Wettbewerbstag sehr wichtig“, sagt die Schulkoordinatorin Anna Schütte vom Städtischen Gymnasium in Ochtrup. Zum sechsten Mal fand ein schulinterner Wettbewerb mit zwei Debattenrunden statt. Die Debatte ist nach festen Regeln strukturiert: Sie beginnt mit einer zweiminütigen Eröffnungsrede, in der Schüler:innen ihren zuvor zugelosten Standpunkt erläutern. Darauf folgt eine zwölfminütige freie Aussprache, in der alle Debattantinnen und Debattanten ihre Argumente in die Debatte einbringen können. Die Debatte endet mit einer Schlussrede, in der die Schüler:innen ihre Position abschließend darlegen.

In der ersten Debatte stritten vier Schüler:innen aus der Jahrgangsstufe 9 in der Aula des Gymnasiums über die Frage „Soll für das Fahren mit E-Scootern eine Führerscheinpflicht gelten?“. Anschließend positionierten sich vier weitere Schüler:innen zu der Frage „Soll Kupfergeld als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland abgeschafft werden?“. Der Schulleiter Olaf Reitenbach betonte in seiner Begrüßung die gesellschaftliche Relevanz der ausgewählten Themen. Des Weiteren verwies er auf die Wichtigkeit einer sachlichen Gesprächsführung zum Beitrag einer gelebten, lebendigen Demokratie.

Im Deutschunterricht erarbeiteten die Lehrkräfte Herr Müller, Herr Kraume und Frau Hörsting wichtige Grundkompetenzen des Debattiertens mit den Schüler:innen der neunten Klassen. Zehn Tage vor dem Wettbewerbstag erhielten acht Klassensieger:innen die beiden Debattenfragen. Nach einer intensiven Vorbereitung stellten sie sich beim Schulwettbewerb den drei Juror:innen in der Aula. Als Sieger:innen gingen Matilda Böwing (9b), Luc Richter (9a) und Hedy Rickershenrich (9c) aus dem Wettbewerb hervor.

Alle teilnehmenden Schüler:innen wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Als Belohnung für ihre guten Leistungen im Debattieren erhielten die drei Erstplatzierten zusätzlich einen Gutschein von der Buchhandlung Steffers. Die Buchhandlung unterstützt den Wettbewerb jedes erneut, wofür das Gymnasium an dieser Stelle herzlich danken möchte.

Für die drei Erstplatzierten gilt es nun, ihre Debattierkompetenz auf Regionalebene am 18. Februar in Gronau unter Beweis zu stellen. „Aktuelle politische Themen mit Schüler:innen anderer Schulen aus der Region zu debattieren ist noch einmal eine ganz besondere Herausforderung. Wir werden die Debatten unserer Schulsieger:innen in Gronau mit Begeisterung verfolgen“, führte Maria Helling, Jurorin und Schulkoordinatorin am Gymnasium, an.