Neue Lehrmethoden/Lehrerfortbildung

 

Am Städtischen Gymnasium Ochtrup legen wir großen Wert darauf, die Fähigkeit und Bereitschaft unserer Schüler zu fördern, das Lernen zu lernen und Lernen als einen kontinuierlichen, lebensbegleitenden Prozess zu verstehen. Was für unsere Schüler gilt, muss selbstverständlich auch für die Lehrer gelten, wenn wir die Qualität unserer Arbeit sichern und verbessern wollen.

Es ist ein dringendes Erfordernis, nicht zuletzt auch aufgrund der verstärkten Einbindung der Schulen in die Lehrerausbildung, dass alle Lehrer sich durch geeignete Fortbildungsmaßnahmen mit zeitgemäßen Lehrmethoden vertraut machen und diese sinnvoll in ihren Unterricht einbringen

Es besteht ein weitgehender Konsens darüber, dass Methoden des selbstgesteuerten Lernens im Unterricht verstärkt praktiziert werden müssen. Als Beispiele sind hier die Freiarbeit und das Stationenlernen zu nennen.

Beide Unterrichtsmethoden ermöglichen den Schülern Freiräume für selbst- und mitbestimmendes Planen, Durchführen und Auswerten der einzelnen Lern- und Arbeitsschritte.

Solche Methoden bedeuten für die Lehrer zwar einen erheblichen Arbeitsaufwand bei der Vorbereitung, doch lässt sich dieser Aufwand reduzieren, wenn geeignetes Arbeitsmaterial von der Schule angeschafft und im Laufe der Zeit ganze Materialsammlungen für die verschiedenen Fächer erstellt werden. Auch fachspezifische Fortbildungsveranstaltungen sind hilfreich.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Computereinsatz im Unterricht. Mittlerweile arbeiten viele Lehrer bei der häuslichen Unterrichtsvorbereitung mit dem Computer, und auch im Unterricht selbst werden die modernen Medien in zunehmendem Maße genutzt. Dafür stehen an unserer Schule mittlerweile zwei voll ausgestattete Computerräume und mehrere mobile Rechner zur Verfügung.

Selbstständiges Lernen in der gymnasialen Oberstufe (SELGO)

 

Seit 2003 ist das Städtische Gymnasium Modellschule des Projektes SELGO in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch und Sozialwissenschaften.

Zur Verfügung steht eine Lernplattform im Internet sowie umfangreiche Selbstlernmodule zu verschiedenen Themen in den oben genannten Fächern.

In  Mathematik und Sozialwissenschaften sind die Module nur online über die Lernplattform zu bearbeiten; in Deutsch und Englisch werden die Materialien den Schülern und Lehrern auch auf

CD für die häusliche Arbeit mitgegeben. Sie sind auch im PC-Netzwerk unserer Schule verfügbar.

 

Als Modellschule setzen wir diese Materialien in einigen Kursen und Unterrichtseinheiten ein, testen diese, erstellen zusätzliches Material, die dann auf der Lernplattform kurs- oder schulintern zur Verfügung gestellt werden und  berichten jährlich der Projektleitung.

Schüler sollen sich zu Beginn nach einer Anleitung in Hinblick auf Methode und Arbeits-organisation selbstständig mit Teilen des Materials auseinandersetzen, sei es in einer Präsenzphase im Informatikraum oder in einer Distanzphase zu Hause. Die Verbindung der Phasen sowie die Kommunikation der Schüler untereinander und zwischen Schüler und Lehrer soll über die Lernplattform im Internet durchgeführt werden.

Im Laufe der Sekundarstufe II sollen Schüler dahin geleitet werden, dass sie Themenwahl und die Strukturierung von Arbeitsprozesse eigenständig leisten. Bei Abwesenheit eines Lehrers, z. B. durch Krankheit, können Materialaufgaben  gestellt werden, deren Ergebnisse auf der

 

Lernplattform gespeichert  und vom Lehrer begutachtet werden können. Somit ist das  SELGO-Projekt auch Bestandteil des  Vertretungskonzeptes in der Sekundarstufe II.

Daneben wird die Lernplattform  zur Kommunikation und Datenaustausch im Informatikunterricht der Sekundarstufe II regelmäßig genutzt.

Weitere Informationen zum Projekt SELGO sind unter http://www.selgo.de zu finden.

 

Lehrerfortbildung - Fortbildungsplanung

Am Städtischen Gymnasium Ochtrup verstehen wir Lernen als einen kontinuierlichen Prozess, weil wir die Qualität unserer Arbeit sichern und verbessern wollen.

Fortbildungsplanung ist somit am Städtischen Gymnasium ein Grundbestandteil des Schulprogramms. Orientierte sich die Wahl der Fortbildung früher eher an den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen, wird sie heute eingebettet in die inhaltlichen Anforderungen der Schule.

Hinter dieser Einbindung der Lehrerfortbildung in das Schulprogramm steht ein erweitertes Fortbildungsverständnis, bei dem die Lehrerfortbildung stärker in die gesamte Schulentwicklung eingepasst wird. Gegenstand sind die Themen, die für die Unterrichts- und Schulkultur von Bedeutung sind. Es besteht u.a. ein weitgehender Konsens darüber, dass Methoden des selbstgesteuerten Lernens im Unterricht verstärkt praktiziert werden müssen. Ein weiterer Bereich ist der Computereinsatz im Unterricht.

So sind das gesamte Kollegium oder einzelne Fachkonferenzen angesprochen. Am Städtischen Gymnasium Ochtrup werden vorrangig interne Gruppenfortbildungen angeboten, denn so haben wir eine breite Anwendung in der Schulpraxis. Externe Einzelfortbildungen sind und werden immer mehr zur Ausnahme.

 

Fortbildungsplanung als schulischer Prozess:

Am Anfang steht die Bedarfsermittlung an unserer Schule. „Was wollen wir anders machen?“

„Welche Themen sind uns wichtig?“ Es geht um Systembedürfnisse als auch um pädagogische und fachliche Fortbildungsnotwendigkeiten. Diese Arbeit wird überwiegend in den Fachschaften geleistet.

Im zweiten Schritt wird ein Fortbildungsplan für die Fortbildung zu Arbeitsbereichen der Schule vereinbart. „Welche Ziele wollen wir erreichen?“ „Welche Prioritäten werden gesetzt?“

Mit der Entscheidungen über die Verteilung von schulischen Ressourcen für Fortbildung geht es in die konkrete Planung der Maßnahmen. Diese Fortbildungsplanung trifft Entscheidungen zur Teilnahme und schafft Verbindlichkeiten.

Die Durchführung der Fortbildungsveranstaltung findet für das Kollegium, für Fachschaften oder andere Teilgruppierungen statt. Dazu gehört auch die Weitergabe von Fortbildungserfahrungen im Evaluierungsprozess.

Schulinterne Fortbildung wird daher am Städtischen Gymnasium Ochtrup zur zentralen Organisationsform der Lehrerfortbildung, sie ist eng am konkreten Bedarf ausgerichtet.

Im Jahre 2005 wurden erste schulinterne Fortbildungen nach dem neuen System zu den Themen AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) für das gesamte Lehrerkollegium und LRS (Lese-Rechtschreibschwäche) für die Fachkonferenz Deutsch durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

 


Intensivierung der Beratungsarbeit

Die Beratungsarbeit am Städtischen Gymnasium Ochtrup wurde in den vergangenen Jahren, wie im Schulprogramm von 2000 festgelegt, beträchtlich intensiviert. Mittlerweile wurde ein umfangreiches Beratungskonzept entwickelt, in dem sowohl die Beratungsgrundsätze als auch die Aufgabenverteilung festgelegt sind. Dieses Konzept gilt es in den nächsten Jahren umzusetzen.

Unsere Schule hat auf der Grundlage eines Erlasses des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, der zum 1.8.1998 in Kraft getreten ist, die Funktionsstelle eines Beratungslehrers eingerichtet.

Die Aufgaben dieses Beratungslehrers sind

§         Hilfen bei Erziehungs- und Schulschwierigkeiten einzelner Schüler

§         Beratung in Unterrichts- und Erziehungsfragen

§         Konfliktmoderation

§         Durchführung vorbeugender Maßnahmen

Der vom Schulleiter mit dieser Aufgabe betraute Lehrer, der eine spezifische Fortbildung absolviert hat, hat inzwischen seine Tätigkeit aufgenommen.

Jungenförderung – Mädchenförderung

Die an unserer Schule angestrebte ganzheitliche pädagogische Betreuung wird durch ein Konzept gewährleistet, welches die Schüler auf ihren unterschiedlichen Entwicklungsstufen mit den jeweiligen besonderen Entwicklungsproblemen anspricht. In Zusammenarbeit mit Lehrern, Trainern und anderen geschulten Kooperationspartnern werden über die einzelnen Jahrgangs-stufen verteilt aufeinander aufbauende Maßnahmen, Projekte und Workshops durchgeführt, bzw. sind in Planung.

Ein Trainingsprogramm mit dem Thema Streitschlichtung und Deeskalation wird bereits in der Klasse 5 durchgeführt. Projekte im Bereich der Sexualerziehung ergänzen den Biologieunterricht.

Workshops und Projekte zur Auseinandersetzung mit Rollen- und Geschlechterverhalten geben gerade zu Beginn der Pubertät wichtige Hilfen zur Orientierung in den sich verändernden emotionalen Erlebniswelten, Motiven und Wünschen.

Der „Girls - Day“, ein Mädchen - Zukunftstag, verfolgt das Ziel, Schülerinnen an für Mädchen eher untypische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Bereiche heranzuführen. Konkrete Erfahrungen in den unterschiedlichsten Berufen der Branche ermöglichen eine zielgerichtetere Planung der eigenen beruflichen und persönlichen Entwicklung. Im Programm „Neue Wege für Jungs“ sollen  Jungenfragen und Jungenverhalten angesprochen werden und den Schülern Hilfen bei ihrer Berufs- und Lebensplanung geben. Ebenso wie beim „Girls – Day“ werden rollenspezifische Muster verdeutlicht und aufgebrochen und neue Perspektiven durch Besuche in jungenuntypischen Branchen  aufgezeigt.

Darüber hinaus soll ein Angebot zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung, inbesondere für Mädchen, helfen, ein stabiles Selbstbild  aufzubauen und Verhaltensmöglichkeiten in unterschied-lichen Situationen aufzeigen. 

Ziel aller genannten Maßnahmen ist eine ganzheitliche Entwicklungsförderung nach den individu-ellen Voraussetzungen der Schüler, die ihnen hilft eine selbstverantwortliche Lebensgestaltung anzubahnen und eine entsprechende Handlungsfähigkeit zu entwickeln.

 

Außer dem Beratungslehrer sind noch zahlreiche weitere Lehrer in die Beratungsarbeit eingebun-den, z. B. die Stufenkoordinatoren, die Klassenlehrer, die SV-Lehrer und andere.