Entwicklungsschwerpunkte

 

Im Schulprogramm 2000 waren folgende Entwicklungsschwerpunkte für die nachfolgenden Jahre ausgewiesen:

-          Ausweitung des fächerübergreifenden und fächerbindenden Unterrichts

-          Erarbeitung eines geschossenen Konzepts „Lernen lernen“

-          Erprobung neuer Lehr- und Lernmethoden

-          Intensivierung der Beratungsarbeit

Die Arbeit an diesen Entwicklungsschwerpunkten wurde in den vergangenen fünf Jahren vorangetrieben, ist aber noch nicht abgeschlossen.

 

Fächerübergreifender und fächerverbindender Unterricht

Um eine ganzheitliche Betrachtung der Wirklichkeit zu ermöglichen, muss Lernen in fachübergreifenden Zusammenhängen geschehen, die langfristig relevante Problemstellungen/Schlüsselprobleme spiegeln. Fächerübergreifende Abstimmungen werden deshalb von den Richtlinien aller Fächer gefordert.

Der Erfolg fächerübergreifenden Lernens hängt in entscheidendem Maße von der Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen ab, im Team miteinander zu arbeiten.

Die vielfältigen Möglichkeiten des fächerübergreifenden- und verbindenden Lernens unterliegen vielen Einflüssen von den verschiedensten Seiten. Daher wird die jetzt erstellte Themenliste stetiger Veränderung unterworfen sein.

Die folgende Koordinationsübersicht gibt jeweils ein Leitfach an. Der Vertreter dieses Faches bringt jeweils zu Schuljahresbeginn die Fachlehrer in einer Teamsitzung zusammen und plant mit ihnen die konkreten Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Themenkatalog

Die genannten Hauptthemen müssen von den jeweiligen Fachkonferenzen inhaltlich gefüllt werden.

 

             Themen

Fächer

Jahrgang 5

Unsere Schule und ihre Umgebung

D, EK, M, SP, KU, MU, REL,

Jahrgang 6

Auseinandersetzung mit der Geschlechterrolle

BI, GE, D, REL, KU, SP,

Jahrgang 7

Süchte

BI, D, REL,MU, SP,

Jahrgang 8

  1. Zeitung und Medien
  2. IKG (Informations- und kommunikationstechnolog. Grundbildung)
  3. Amerika

D, PK, KU,

M, PH,

 

E, EK, PK, MU, KU

Jahrgang 9

  1. Liebe und Partnerschaft

      2.   Energie

D, BIO, REL, KU, MU,

PH, T, EK, PK, CH,

Jahrgang 10

Nationalsozialismus/Faschismus

GE, D, PK, E, REL, KU, MU,

Fächerlegende: BI = Biologie, CH = Chemie, D = Deutsch, E = Englisch, EK = Erdkunde, GE = Geschichte, KU = Kunst, M = Mathematik, MU = Musik, PK = Politik, PH = Physik, REL = ev./kath. Religion, SP = Fremdsprache, T = Technik.

 

Dieser Themenkatalog hat sich bewährt und soll auch in den nächsten Jahren beibehalten werden.

 

Zentralabitur 2007

Die Vorbereitung auf das erste Zentralabitur 2007 stellt einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt dar.

Zurzeit sind alle Fachgruppen intensiv damit beschäftigt, die schulinternen Lehrpläne so zu modifizieren, dass die inhaltlichen Vorgaben, wie zum Beispiel im Fach Deutsch ganz bestimmte Pflichtlektüren, erfüllt werden.

Außerdem müssen sich die Fachgruppen mit den inzwischen für alle Fächer vorliegenden Beispielaufgaben und den dazugehörigen Vorgaben für die Bewertung auseinander setzen, damit die Schüler auf die Anforderungen des Zentralabiturs gründlich vorbereitet werden können.

 

Erarbeitung eines geschlossenen Konzepts

zum Thema „Lernen lernen“

 

Auf mehreren Pädagogischen Konferenzen und Fachsitzungen beschäftigten sich Arbeitsgruppen mit der Planung und Entwicklung eines Konzeptes für das Projekt „Lernen lernen“.

Grundsätzlich finden die Prinzipien des Lernen-Lernens in allen Fächern und bei allen Inhalten Anwendung. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den Klassenlehrern der fünften Klassen zu. Sie vor allem haben die wichtige Aufgabe, die Schüler beim Erlernen grundlegender Methoden anzuleiten. Die folgenden Fähigkeiten und Fertigkeiten sind für erfolgreiches gymnasiales Lernen unverzichtbar:

§         Beherrschung mündlicher und schriftlicher Präsentationstechniken

In seinem Fachunterricht muss jeder Klassenlehrer diesen Aspekten besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Außerdem wird das Thema „Lernen lernen“ regelmäßig auch auf Elternabenden behandelt .Es ist Aufgabe der Klassenlehrer, den Eltern Hinweise zu geben, mit welchen Maßnahmen sie ihr Kind sinnvoll unterstützen können, z.B. durch Schaffung einer angemessenen Lernumgebung zu Hause, Kontrolle der Anfertigung von Hausaufgaben usw.

Auch auf den Erprobungsstufenkonferenzen ist das Arbeits- und Lernverhalten der Schüler stets ein thematischer Schwerpunkt .

In besonderen Problemfällen, z.B. bei Lernstörungen oder auffälligem Lern- und Arbeitsverhalten, kann auch der Beratungslehrer der Schule eingeschaltet werden. Dieser ist auch bei der Planung und Durchführung von Programmen zur Verbesserung der Lernleistungen beteiligt.

Auf diversen Konferenzen wurde inzwischen ein geschlossenes Konzept zum Thema „Lernen lernen“ erarbeitet, in dem festgelegt ist, welche Beiträge die einzelnen Fächer in den verschiedenen Jahrgangsstufen zu leisten haben.

Das Thema „Lernen lernen“ ist auch ein wichtiger Schwerpunkt in dem inzwischen erarbeiteten umfangreichen Beratungskonzept der Schule.

 

 

 

Lernort Selbstlernzentrum

 

Im Schuljahr 2005/06 wird in Zusammenarbeit mit Schülern, Lehrern und der Katholischen Stadtbücherei ein schulisches Selbstlernzentrum eingerichtet, in dem die Schüler die Möglichkeit haben, eigenständig oder betreut mithilfe verschiedener Medien an ihrem Wissensfortschritt zu arbeiten.

Es handelt sich hierbei um Räume, die speziell auf die Bedürfnisse der Schüler hin mit neuen und altbewährten Medien eingerichtet werden. Eines von zwei Selbstlernzentren befindet sich im Gebäudekomplex des Gymnasiums und ist zur Nutzung durch die Oberstufenschüler am Vormittag gedacht; ein weiteres Zentrum ist in der Katholischen Bücherei Ochtrup und kann während der Öffnungszeiten der Bücherei von allen Schülern genutzt werden.

Der Begriff „Selbstlernzentrum“ unterliegt häufig der Fehleinschätzung, dass sich das Lernen in einem solchen Zentrum fast wie von selbst, selbstgesteuert und lernerautonom vollziehen kann. Da dies nicht so ist, gibt es in den Selbstlernzentren neben der räumlichen Ausstattung auch pädagogische Konzepte, in deren Mittelpunkt die Betreuung des Lernenden steht. Nach der Leitidee „Das Lernen lernen“ werden die Schüler zunächst angeleitet, ein für ihre Zwecke richtiges Programm zu finden, um dann in den Lernprozess einsteigen zu können. Das Arbeiten in und mit dem Selbstlernzentrum hat somit einen festen Platz in der Unterrichtsgestaltung.

Das Selbstlernzentrum soll nicht nur ein angemessener Lernort für lernschwache Schüler sein, sondern jedem Schüler die Möglichkeit bieten, seinen Lernprozess individuell zu gestalten.